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Leistungssport aus Leidenschaft

 

 


Mein Name ist Johannes Lochner und ich bin sportverrückt!


Aufgewachsen in Berchtesgaden kam ich früh mit der Bobbahn zu Königssee in Kontakt, die sich unweit meiner Haustür befindet. Durch meinen Onkel Rudi Lochner (Olympiamedaillengewinner `92 Albertville) war mir das Bobfahren immer ein Begriff. Solange ich denken kann, bin ich sportlich aktiv, aber im Großen und Ganzen war es von je her mein Hauptaugenmerk die Firma meines Vaters, Elektro Lochner GmbH & Co. Betriebs KG, zu übernehmen. Mit diesem Ziel vor Augen schloss ich 2011 meine Reife- und Diplomprüfung an der höheren technischen Lehr- und Bundesanstalt in Salzburg ab.

Seitdem widme ich mich an der TU München dem Studium der Elektro- und Informationstechnik, in dem der Bachelor of Science in Electrical Engineering and Information Technology, ein Zwischenschritt auf meinem jetzigen Weg zum Master war. Anfangs nur als Ausgleich, um körperliche und geistige Betätigung in der Waage zu halten, nahm ich an einigen Trainingseinheiten der in Berchtesgaden ansässigen Bobsportler teil. Schnell wurde ich aufgrund meiner überdurchschnittlichen Athletikleistungen als Anschieber in das Juniorenteam integriert, mit dem ich 2014 direkt Vizejuniorenweltmeister im 4er Bob wurde.

Nach diesem Erfolg genügte mir das bloße Mitfahren nicht mehr, weshalb ich selbst an die Lenkseile wechselte. Schon in der folgenden Saison qualifizierte ich mich als Pilot für den Europacup. Von meinen ersten fünf internationalen Rennen gewann ich vier in Folge.

Langsam zeichnete sich ab, dass aus dem anfänglichen Zeitvertreib eine Passion wurde. Die Kombination aus einem aggressiven Start, Fingerspitzengefühl an den Lenkseilen und die Bewältigung vieler technischer Raffinessen im Schlittenbau haben diesen Sport für mich zu einer Sucht gemacht. Von Ehrgeiz getrieben richtete ich mein Leben immer mehr auf den Sport aus. Neben sieben bis zehn Trainingseinheiten in der Woche, stellte ich meine Ernährung um, um das Maximum an Leistung aus meinem Körper kitzeln zu können. Jederzeit fokussiert und konzentriert den Schlitten durch den Eiskanal zu lenken, stellt mich vor eine große Hürde. Um nach jeder Fahrt mit bis zu 150 km/h und Fliehkräften von bis zu 7 g rekapitulieren zu können, was es in welchen Teil der Bahn fahrerisch zu optimieren gilt, erfordert eine exzellente Auffassungsgabe und sowohl geistige, als auch physische Fitness.

Da man als Pilot aufgrund dieser Aufgaben mental ausgelastet ist, braucht es Sportler, die Aufgaben übernehmen, für die der Pilot keine Zeit hat. In der Regel sind das seine Anschieber. Der Pilot muss diese delegieren, deren Arbeiten koordinieren und sich um organisatorische Belange kümmern. Vertrauen ist bei der Abgabe von Aufgaben eine wichtige Basis. Ich bin nur so lange der Chef im Team, wie meine Anschieber mich anerkennen. Anerkennung entsteht durch
Aufrichtigkeit und dem Vorangehen mit gutem Beispiel. Als Pilot und Mensch zeichnet mich aus, dass ich weiss, wie sich ein Anschieber bei der Verrichtung seiner Aufgaben fühlt, da ich mit demselben Job angefangen habe.

Weil ich mir des stetigen Gebens und Nehmens bewusst bin, habe ich bisher von Teamkollegen in Sachen Mannschaftsführung nur positives Feedback bekommen. Ich verkörpere alles, was es zu einem guten Piloten braucht. Nicht nur deshalb wurde meine erste Saison als Pilot mit Anschieber Joshua Bluhm durch eine Silbermedaille bei den 2er-Bob-Weltmeisternschaften 2015 gekrönt. Die zuvor genannten Überzeugungen und Werte bestimmen mein Leben. Mein Ziel ist es weiterhin zur internationalen Elite zu gehören und von den Olympischen Spielen 2018 in Pyeong Chang eine Medaille mit meinem Team für Deutschland zu holen.  

- Das ist mein Traum und dafür arbeite ich.


 

Bob Club

WM Igls 2016

Angermaier Trachten

Oliver Sekula